Modulare Sensorbox
Die Herausforderung
Viele Maschinen in Fabrikhallen können ihre Daten nicht austauschen. Ältere Maschinen wurden nicht für die digitale Kommunikation konzipiert, während neuere oft durch Softwarelizenzen oder proprietäre Systeme eingeschränkt sind. Wenn in einem Betrieb Maschinen von verschiedenen Marken oder Typen eingesetzt werden, verwendet jede in der Regel ein anderes Protokoll, was die Zusammenführung aller Daten erschwert. Dieser Mangel an Transparenz erschwert die Leistungsüberwachung, die frühzeitige Erkennung von Problemen und die Entscheidungsfindung auf Basis tatsächlicher Maschinendaten.
Was dieser Demonstrator macht
Die modulare Sensorbox ist ein kompaktes, tragbares Gerät, das mit nahezu allen Sensortypen kompatibel ist, darunter Stromzangen, Vibrationssensoren, Kameras, Farbsensoren und Mikrofone. Alle erfassten Daten werden live auf einem Dashboard angezeigt, das von jedem Gerät im selben Netzwerk aus zugänglich ist. Mehrere Boxen lassen sich miteinander verbinden, sodass jede Maschine über eine eigene Einheit verfügt, während alle Daten auf einer zentralen Plattform zusammengeführt werden. Optional ist eine 4G-Verbindung verfügbar, sodass kein bestehendes Werksnetzwerk erforderlich ist, da die Box eine eigene WLAN-Verbindung herstellt. Mit Node-RED, einem visuellen Tool zum Erstellen von Datenflüssen, Benachrichtigungen, Alarmen und zur automatischen Datenanalyse, lassen sich Datenflüsse, Benachrichtigungen, Alarme und automatische Datenanalysen ohne Programmierkenntnisse einrichten. Unterstützte Verbindungsarten sind IO-Link, MQTT, Ethernet sowie analoge und digitale Eingänge.
Der integrierte KI-Assistent vereinfacht die Nutzung der Live-Datenplattform, indem er die Interaktion mit den Sensordaten per natürlicher Spracheingabe ermöglicht. Anstatt Diagramme manuell zu lesen oder Filter anzuwenden, können Nutzer einfach Fragen eingeben oder einsprechen, z. B. zum aktuellen Stromverbrauch, zu ungewöhnlichem Maschinenverhalten oder zu Veränderungen während der letzten Schicht. Der Assistent nutzt sowohl aktuelle als auch historische Sensordaten, um klare, verständliche Antworten zu liefern und so Erkenntnisse auch ohne technisches Fachwissen zugänglich zu machen.
Ihr Nutzen
- Live-Einblick in Maschinenleistung, Status und Energieverbrauch. Alle Daten sind von jedem Gerät im Netzwerk aus einsehbar
- Daten von älteren Maschinen, welche nie für die digitale Kommunikation gebaut wurden
- Eine zentrale Plattform für Daten von mehreren Geräten, unabhängig von Marke oder Protokoll
- Echtzeitbenachrichtigungen und -warnungen, beispielsweise wenn eine Maschine ihren Zustand ändert oder einen festgelegten Schwellenwert überschreitet.
- Benutzerdefinierte Arbeitsabläufe, erstellt durch visuelle Programmierung, ohne erforderliche Vorkenntnisse in der Programmierung
- Dank der integrierten 4G-Option besteht keine Abhängigkeit von der bestehenden Netzwerkinfrastruktur des Werks
- Stellen Sie Fragen zu Maschinendaten in einfacher Sprache, per Texteingabe oder Spracheingabe, ohne Dashboards durchsuchen oder technische Abfragen ausführen zu müssen
- Erhalten Sie schnelleren Zugriff auf relevante Erkenntnisse für Bediener, Wartungspersonal und Management – mit Antworten, die auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Benutzers zugeschnitten sind
Für wen ist das geeignet?
Dieser Demonstrator eignet sich für Fertigungsunternehmen, insbesondere kleine- und mittelständige, die mit Maschinen von unterschiedlicher Herstellern, Baujahren und Typen arbeiten. Er ist besonders relevant, wenn Maschinendaten nicht verfügbar, verstreut oder aufgrund inkompatibler Systeme nicht zusammenführbar sind. Für die Bedienung des Systems sind nach der Einrichtung keine technischen Vorkenntnisse erforderlich. Der KI-Assistent macht die Daten einem noch breiteren Publikum zugänglich: Bediener, Vorgesetzte und das Management können Fragen in ihren eigenen Worten stellen, anstatt technische Dashboards zu lesen.
Geschätzte Implementierungskosten
Geschätztes Gesamtbudget: ca. 1.000 € für eine Basisausstattung. Die Integration des KI-Assistenten verursacht je nach gewählter Lösung geringe Zusatzkosten: Cloudbasierte Sprachmodelle erfordern in der Regel ein monatliches Abonnement, während bei einem lokal gehosteten Modell einmalige Einrichtungskosten anfallen, ohne laufende Gebühren.
Pilotprogramm
Wie sieht ein Pilot für diesen Demonstrator aus?
Im Rahmen der Pilotphase wird die modulare Sensorbox im Unternehmen installiert und an eine oder mehrere Maschinen nach Wahl angeschlossen. Die Sensoren werden entsprechend den zu überwachenden Parametern ausgewählt und konfiguriert. Ein Live-Dashboard wird eingerichtet, um die erfassten Daten anzuzeigen. Der KI-Assistent wird zusammen mit der Sensorplattform konfiguriert, mit den Live-Daten verbunden und den zuständigen Mitarbeitern vorgestellt. Das Projektteam steht während der gesamten Pilotphase für Beratung und Unterstützung zur Verfügung.
Leistungen im Pilot:
- Vor-Ort-Installation und Konfiguration der Sensorbox und der Sensoren
- Ein praktischer Leitfaden zur Nutzung des Systems und zum Lesen der Daten
- Technischer Support während der Pilotphase
- Unterstützung bei der Einrichtung benutzerdefinierter Datenflüsse, wie z. B. Benachrichtigungen, Warnungen oder Datenkonvertierungen
- Integration und Konfiguration des KI-Assistenten, der es Benutzern ermöglicht, über Chat oder Sprache mit Sensordaten zu interagieren
Was Sie benötigen/bereitstellen müssen:
- Eine Maschine zum Anschluss der Sensoren
- Eine Steckdose in der Nähe der Maschine
- Optional ist ein Ethernet-Anschluss vorhanden – dieser ist bei Verwendung der 4G-Option nicht erforderlich
- Während der Installation und für Nachfragen steht Ihnen ein Ansprechpartner zur Verfügung
- Bei Verwendung eines cloudbasierten Sprachmodells ist eine Internetverbindung am Standort des Rechners erforderlich. Für ein lokal gehostetes Modell ist dies nicht notwendig.